Mittendrin. Ein Viertel erzählt seine Geschichte(n)
7. Juni - 5. Juli

Das Münchner Stadtmuseum ist zu Gast im ehemaligen Viehhof und lädt die Menschen in den umliegenden Vierteln ein, gemeinsam Geschichte zu entdecken, zu erzählen, zu sammeln und zu präsentieren. Die Geschichte der Stadt München ist nicht nur die der Residenzstadt, sondern auch die der Vorstädte und Hinterhöfe, der Arbeiter*innen und Familien, der Fabriken, der kleinen Wirtschaften und Stüberl …
Das Gebiet um den Münchner Schlachthof und die Großmarkthalle befindet sich aktuell in starkem Wandel. Aus einem sogenannten „Glasscherbenviertel“ hat es sich zu einer hippen Wohn- und Ausgehgegend mit reichem kulturellen Angebot entwickelt. Dies geht jedoch mit den typischen Symptomen einer Gentrifizierung einher: Die Mieten für Wohnungen und Geschäfte steigen, folglich werden alteingesessene Bewohner*innen und Betriebe verdrängt. Während dieses noch laufenden Prozesses ist somit der passende Zeitpunkt, genauer auf dieses Viertel zu blicken. Was machte diese Nachbarschaften, die von Arbeiter*innenkultur und dem Leben in den Hinterhöfen geprägt waren, aus? Wie arbeitete und lebte man dort, was passiert aktuell und was wünschen sich die Bewohner*innen für die Zukunft des Viertels?
Um diesen Fragen auf die Spur zu kommen, lädt das Münchner Stadtmuseum die Theater-Compagnie „El Solar“ ein, die sich auf Objekttheater spezialisiert hat und bereits weltweit mit Museen und Communities zusammengearbeitet hat. Die Theatermacher*innen arbeiten dabei stets vor Ort und eng mit den Bewohner*innen zusammen. Deren Geschichte(n) und die Objekte, die stellvertretend dafür stehen, werden Teil ihrer Theaterinstallation. Gemeinsam mit dem Team des Münchner Stadtmuseums möchten sie auch Objekte aus der Sammlung des Museums zum Sprechen bringen, die die Geschichte des Schlachthofs und der Großmarkthalle veranschaulichen.
Die Theaterinstallation wird im Juni vor Ort im Schlachthofviertel und in Untersendling entwickelt und dann in der Zwischennutzung im Viehhof gezeigt.
