Stadtrundgang: Die Schwabinger Bohème aus dem Osten
23. Juni um 14:00 - 16:00
Um 1900 waren die Münchner Stadtviertel Schwabing und Maxvorstadt das Zentrum einer künstlerisch-intellektuellen Bewegung. Hier siedelten sich junge Schriftsteller und Dichter, aber auch bildende Künstler an und trafen sich in den zahlreichen Cafés und Gasthöfen. Die wenigsten von ihnen waren in München oder in Bayern geboren; vielmehr stammten sie aus dem gesamten damaligen deutschsprachigen Raum.
Im Stadtrundgang werden einige Vertreter der Schwabinger Bohème mit Wurzeln im östlichen Europa und ihr Einfluss auf das Gesamtphänomen vorgestellt. Dazu gehört z.B. Max Halbe (geb. 1865 im westpreußischen Güttland in der Nähe von Danzig), der zu den meistgespielten Dramatikern seiner Zeit gehörte und ab 1895 in München wirkte. Auch sein Freund Lovis Corinth (geb. 1858 im ostpreußischen Tapiau) gehörte in den 1880er und 90er Jahren zur Schwabinger Bohème. Er gilt als einer der wichtigsten deutschen Vertreter des Impressionismus. Beide waren Teil der Münchner Literatengruppe „Die Nebenregierung“, der auch Graf Eduard von Keyserling (geb. 1855 in Kurland) angehörte. Während seine Romane vor allem in seiner baltischen Heimat angesiedelt sind, lebte er selbst von 1894 bis zu seinem Tod in Schwabing.
Nach dem Rundgang besteht die Möglichkeit zum gemeinsamen Besuch eines Cafés (auf eigene Kosten). Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob Sie daran teilnehmen möchten.
Treffpunkt: U-Bahn-Haltestelle Giselastr., vor dem „Walking Man“
Dauer: ca. 1,5 bis 2 St.
Referentin: Patricia Erkenberg (HDO)
Anmeldung erforderlich: telefonisch unter 089-449993-0 oder per E-Mail unter poststelle@hdo.bayern.de
