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Der lange Schatten der Beneš-Dekrete

13. Oktober um 19:00 - 22:00

Referent: Dr. Péter Techet (Wien)

Mit den während und nach dem Zweiten Weltkrieg erlassenen Dekreten des tschechoslowakischen Staatspräsidenten Edvard Beneš wurden Hunderttausende Menschen deutscher und ungarischer Abstammung entrechtet und enteignet – darunter auch Personen jüdischer Herkunft mit deutscher oder ungarischer Muttersprache sowie Menschen, die nicht der deutschen Minderheit angehörten, wie etwa die Adelsfamilie Liechtenstein.

Die Dekrete blieben auch nach 1993 Bestandteil der tschechischen und slowakischen Rechtsordnungen; die Betroffenen wurden trotz politischer Erklärungen nie entschädigt. Während sie in Tschechien faktisch nicht mehr angewendet werden, dienen sie in der Slowakei weiterhin als Grundlage für entschädigungslose Enteignungen von Grundbesitzern ungarischer Herkunft.

Der Vortrag beleuchtet die erinnerungspolitischen und rechtlichen Folgen der fortgeltenden Beneš-Dekrete mit besonderem Fokus auf die bayerisch-tschechischen, liechtensteinisch-tschechischen und slowakisch-ungarischen Beziehungen.

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Veranstaltungsort

Haus des Deutschen Ostens
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