Michael Leyk: Nachtmusik II – Orgel und KI-Videokunst
11. August um 21:00

Klangbild · Metamorphosen
original.ai-visuals.improvisation
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Metamorphose bedeutet Verwandlung. In Klangbild-Metamorphosen geht es um ein Denken über das Denken, das neue Formen hervorbringt: Der Komponist setzt mit seiner Komposition eine Klanggestalt in die Welt. Die KI überführt diese Gestalt in eine andere Logik – in einen visuellen Raum, der Form, Bewegung und Atmosphäre eigenständig organisiert. Der Improvisator lässt sich anschließend von diesen visuellen Übersetzungen leiten und überführt sie wieder in Klang. So entsteht keine lineare Übersetzung des Originals, sondern ein Gefüge aus drei Ebenen, die sich gegenseitig verändern. Das Material bleibt präsent, doch Medium, Perspektive und Wirkung wandeln sich – bis aus Musik Bild wird und aus dem Bild neue Musik entsteht.
Praktisch ist der Abend als Folge mehrerer Zyklen angelegt: Jedes Literaturstück erklingt zunächst auf der Rieger-Orgel. Aus einer zuvor erstellten Klangspur dieses Werkes generiert die KI eine visuelle Linie bzw. einen Bildraum, der während der anschließenden Improvisation im Kirchenraum projiziert wird. Die Improvisation auf der Moser-Orgel, punktuell um das Klangspektrum eines Synthesizers erweitert, orientiert sich an dieser visuellen Übersetzung. Ähnlich wie bei einer Stummfilminterpretation wird das Bild zur Partitur: Form, Bewegung und Atmosphäre werden in Musik zurückgeführt und im Moment neu gestaltet.
