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SUMMARY:Ausstellungseröffnung: Von Dohejm nach Zuhause. Eine Landschaft gewinnt die Menschen zurück
DESCRIPTION:Referentin und Musik: Katharina Leis (Chemnitz) \nGrußwort: Prof. Dr. Andreas Otto Weber (Direktor des HDO) \nModeration: Patricia Erkenberg M.A. (HDO) \nDie Ausstellung widmet sich einem Kapitel der deutsch‑tschechischen Geschichte: der Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg. Verlust der vertrauten Heimat und die Suche nach einer neuen gehören zur Geschichte der Vorfahren der Kuratorin Katharina Leis. Anhand konkreter Beispiele zeigt die Präsentation die Komplexität und Vielschichtigkeit der bis heute sichtbaren Wirkspuren. \nDie künstlerische Gestaltung lädt dazu ein\, dem Thema sinnlich zu begegnen – durch Wort‑Bild‑Collagen\, Fotografien\, Zeitzeugenberichte\, Fundstücke und Hörproben. Lohnt sich heute noch eine Spurensuche? Katharina Leis’ Antwort lautet: Ja. Neue Wege zu Heilung und Versöhnung können sich öffnen – für das Individuum\, im Miteinander und im Umgang mit der Geschichte. \nVielleicht trägt diese Auseinandersetzung auch dazu bei\, Verständnis und Empathie für unterschiedliche Lebenswelten zu wecken und Menschen bei ihrer Beheimatung zu unterstützen. \nAnmeldung erforderlich: telefonisch unter 089-449993-0 oder per E-Mail unter poststelle(at)hdo.bayern.de \nAusstellungsdauer: 13. November 2026 bis 21. Januar 2027 \nÖffnungszeiten: Montag bis Freitag (werktags) 10.00 bis 20.00 Uhr\, in den Weihnachtsferien geschlossen
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SUMMARY:Erlebte Vielfalt\, gespiegelt in der Literatur aus und über Rumänien
DESCRIPTION:Eine Veranstaltung im Rahmen der Rumänischen Kulturtage 2026 \nReferenten: Sigrid Katharina Eismann (Hanau-Steinheim) Dr. Enikő Dácz (München) \nModeration: Brigitte Drodtloff (München) \nIn Kooperation mit: GEFORUM\, IKGS und Kulturwerk Banater Schwaben e.V. \nIm Rahmen der Rumänischen Kulturtage in München steht in diesem Jahr das Motto „Vielfalt“ im Mittelpunkt. Wie haben die zahlreichen Ethnien und Minderheiten das Zusammenleben in Rumänien geprägt? Erinnerungen\, erlebte Konflikte\, Migration\, lebenslange Freundschaften\, Gemeinsamkeiten und Verluste sind zentrale Themen der rumänischen Literatur. \nDas Programm eröffnet Sigrid Katharina Eismann mit der Buchpräsentation „Mein innerer Schwarzwald“; sie liest aus ihrem 2025 erschienenen Roman. Im Anschluss stellt Dr. Enikö Dacz aktuelle Romane zum Thema „Ethnien in Rumänien“ vor. Abgerundet wird der Abend durch eine kurze Exkursion in die Erinnerungswelt der Siebenbürger Sachsen: Kerstin Arz spricht über „Minderheiten innerhalb der Minderheit“. Die Veranstaltung wird durch musikalische Beiträge begleitet.
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SUMMARY:Zwischen Trauben und Traumata. Zur Geschichte deutscher Siedlungen in Südkaukasien
DESCRIPTION:Referentin: Prof. Dr. Eva-Maria Auch (Berlin) \nIn diesem Sommer und Herbst jährt sich die Deportation der deutschstämmigen Bevölkerung aus den kaukasischen Unionsrepubliken der ehemaligen UdSSR nach Zentralasien und Sibirien zum 85. Mal. Während man die Wolgadeutschen noch die Kornernte einbringen ließ\, leitete die Weintraubenernte in Südkaukasien im Oktober 1941 ein schreckliches Finale ein: Mit der Zwangsumsiedlung von rund 50.000 Deutschstämmigen\, vor allem aus Georgien und Aserbaidschan\, endete eine über 120-jährige Siedlungsgeschichte schmerzlich. \nNot und religiöser Eifer hatten 1816/17 mehr als 1.200 Familien\, überwiegend aus dem Schwäbischen\, zur Auswanderung ins Russische Reich bewegt; etwa 500 Familien fanden zwischen Tiflis (Tbilisi) und Elizavetpol (Gäncä) eine neue Heimat. Ihre Verdienste als Weinbauern\, Käser und Wagenbauer sowie im Schulwesen und in der Selbstverwaltung werden bis heute geschätzt. Als relativ kleine Siedlergruppe mit etwa 20.000 ehemaligen Kolonisten (1917) und als städtische Gemeinden in Tiflis\, Gäncä und Baku waren sie Teil des deutschen Wirkens im Russischen Imperium und in der Sowjetunion und prägten die deutsch‑kaukasischen Beziehungen. \nDie Geschichte dieser Gemeinschaften und das erhaltene kulturelle Erbe stehen im Mittelpunkt des Vortrags.
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SUMMARY:Bauen zwischen den Kulturen. Deutsche Architekten in Georgien: Leopold Bielefeld (1838–1922)\, Otto Jakob Simonson (1829–1914) und David Grimm (1823–1898)
DESCRIPTION:Referentin: Dr. Lilia Antipow-Altrichter (HDO) \n Im 19. Jahrhundert wurde Tiflis/Tbilissi zur architektonischen Schnittstelle von Europa und Kaukasus. Drei deutschstämmige Architekten – Leopold Bielefeld\, Otto Jakob Simonson und David Grimm – wirkten hier als Vermittler westlicher Ausbildung\, imperialer Repräsentation und lokaler Bautraditionen. Ihre Werke reichen von neugotischen Kirchen und großbürgerlichen Residenzen über repräsentative Staatsbauten bis zu neobyzantinischen Kathedralen. \nDer Vortrag beleuchtet biografische Wege\, künstlerische Praktiken und Stilpluralismus jener Epoche sowie die ambivalente Rolle der Architektur als Modernisierungs- und Kolonialisierungsinstrument. Anhand ausgewählter Projekte und archivalischer Quellen wird gezeigt\, wie transnationale Netzwerke\, technisches Know‑how und kulturelle Aneignung das Gesicht der kaukasischen Metropole prägten und bis heute Spuren hinterlassen.
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